Aktueller Holzmarkt

 

 

Konjunkturaussichten

" In den deutschen Chefetagen wächst die Unruhe. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar auf 99,1 Punkte gefallen, nach 101,0 Punkten im Dezember. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2016. Die aktuelle Geschäftslage wurde etwas weniger gut beurteilt. Die Erwartungen haben sich sogar massiv verschlechtert. Sie sind erstmals seit Dezember 2012 leicht pessimistisch. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Abschwung ."

www.cesifo-group.de

 

Zum 01. Januar 2019 wird die zweite Stufe der Mautpflicht (LKW ab 7,5 t )auf Bundesstraßen eingeführt. Dieses hat in der Holzkäuferschaft zu starken Verunsicherungen geführt. Fest steht, dass unser Produkt durch die Maut mit deutlich höheren Transportkosten belastet wird und das niemand bereit ist, diese in Gänze oder teilweise unausgefochten zu tragen.

 

Zusätzlich haben sich aus unterschiedlichen Gründen die Bedingungen im Transportgewerbe für den Auftraggeber in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Freie Transportkapazitäten sind am Markt praktisch nicht verfügbar! Dieses führt unweigerlich zu längeren Lagerzeiten des Holzes an der Waldstraße und zu höheren Transportkosten. Es ist zu befürchten, dass das Holztransportgewerbe ein immer wichtigeres Moment in einer auf Masse ausgerichteten Holzvermarktung darstellen wird. 

 

Nadellangholz, Nadelholzabschnitte 

Besonders ist die Fichte vom Sturm Friederike, der langen Sommerdürre und vom Borkenkäferbefall betroffen. 

Selbstverständlich wird primär das Sturm- und Käferholz aufgearbeitet. Dieses erfordert die gesamte Aufmerksamkeit und Arbeitskraft aller beteiligten Personen.

Der reguläre Nadelholzeinschlag wird demzufolge zeitlich begrenzt eingestellt. 

Fichte in langer Form ist zur Zeit nicht vermarktbar!

 

Der Bucheneinschlag für die Saison 2018/ 2019  in in vollem Gange.

 

Die Eiche bleibt weiterhin eine gefragte Baumart.

Nicht nur im freien Handel, sondern auch auf der letzten Wertholzsubmission hat sich gezeigt, dass der Markt  mehr Eiche verlangt als zur Zeit angeboten werden kann. Mit Freude stellen wir fest, dass dieses nahezu für alle Qualitäten gilt.

Deutliche Preisanhebungen sind im Bauholzsektor für das Jahr 2019 umgesetzt worden.

Heffentlich wird die positive Stimmung am Eichenmarkt noch weiter anhalten!

 

Die Pappel

Der Preis für durchschnittliche C- und CGW Qualitäten ist stabil auf gutem Niveau.

Auf Grund der hohen Nachfrage konnte die Pappel nahezu das ganze Jahr vermarktet werden. Naturgemäß steht diese Baumart häufig auf nassen Böden, sodass eine pflegliche Werbung oft nur in strengen Wintern oder in trockenen Sommern erfolgen kann.  

Viele Säger sind nicht in der Lage, Dimensionen über 100 cm wirtschaftlich einzuschneiden.

Eine einvernehmliche Koordination ist hier im Vorfeld unumgänglich!

Schneideholz- und Schälqualitäten sollten auch vor Beginn der Maßnahme intensiv besprochen werden.

Die besseren Qualitäten fließen fast ausschließlich in den Export.

 

Industrieholz 

Die Konjunktur der Holzwerkstoffindustrie läuft  gut.

Leider wird auch dieser Markt mit erheblichen Schadholzmengen überfrachtet. Industrieholzmengen außerhalb bestehender Vorverträge nimmt der Markt zur Zeit nicht auf. Bei der Vermarktung muss auf Exportmöglichkeiten zurückgegriffen werden.

Für 2019 konnten deutliche Kontingentsaufstockungen erreicht werden.

Im Industrieholzbereich haben sich  Alternativverwendungen entwickelt. Nur durch konsequentes Anwenden dieser Möglichkeiten ist es machbar, hier eine deutlich verbesserte Wertschöpfung und Sortimentsdifferenzierung zu erzielen.

Das OSB Sortiment (OSB = oriented strand boards, Verwendung als Deckschicht in der Plattenindustrie), bzw. das TS Sortiment ( Hobelspan zur Tiereinstreu ) können hier sicherlich dienlich sein.

 

Brennholz

Laubindustrieholz fließt fast ausschließlich in den Brennholzmarkt (Laubhartholz), bzw. wird zu Hackschnitzeln (Laubweichholz) verarbeitet.

Industrieholz- und Brennholzqualitäten unterscheiden sich zum Teil erheblich voneinander. Dieses gilt es bei der Aufarbeitung und den preislichen Vorstellungen zu bedenken.

Leider konnten auf Grund fehlender Aufarbeitungskapazitäten in 2018 nicht alle Brennholzwünsche erfüllt werden.

 

 

Wir hoffen, dass wir den Laubholzmarkt in der laufenden Saison besser bedienen können.

 

 

 

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Grundsätzlich ist es ratsam,  jede forstliche Maßnahme im Vorfeld mit Ihrem Bezirksförster zu besprechen.

Die Beratung ist kostenlos.

Nutzen Sie diese Gelegenheit, um sich mit einem Fachmann auszutauschen.

Falls Sie Fragen zu aktuellen Preisen oder Preisentwicklungen haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an ihre Vermarktungsorganisation.

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Ihre Nord-West-Holz eG

 

11.02.2019