Aktueller Holzmarkt

 

 

Konjunkturaussichten

" Die Stimmung unter den Unternehmenslenkern lässt weiter nach. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Mai von 99,2 auf 97,9 Punkte gesunken. Dies war auf eine deutlich schlechtere Einschätzung der aktuellen Lage zurückzuführen. Der Ausblick auf die kommenden Monate blieb hingegen unverändert. Der deutschen Konjunktur fehlt es weiterhin an Schwung. "

www.cesifo-group.de

 

 

Zum 01. Januar 2019 wurde die zweite Stufe der Mautpflicht (LKW ab 7,5 t )auf Bundesstraßen eingeführt. Dieses hat in der Holzkäuferschaft zu starken Verunsicherungen geführt. Fest steht, dass unser Produkt durch die Maut mit deutlich höheren Transportkosten belastet wird und das niemand bereit ist, diese in Gänze oder teilweise unausgefochten zu tragen.

 

Zusätzlich haben sich aus unterschiedlichen Gründen die Bedingungen im Transportgewerbe für den Auftraggeber in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Freie Transportkapazitäten sind am Markt praktisch nicht verfügbar! Dieses führt unweigerlich zu längeren Lagerzeiten des Holzes an der Waldstraße und zu höheren Transportkosten. Es hat sich bestätigt, dass das Holztransportgewerbe ein immer wichtigeres Moment in einer auf Masse ausgerichteten Holzvermarktung darstellt.

 

Nadellangholz, Nadelholzabschnitte 

Besonders ist die Fichte vom Sturm Friederike, der langen Sommerdürre und vom Borkenkäferbefall betroffen. 

Selbstverständlich wird primär das Sturm- und Käferholz aufgearbeitet.

Dieses erfordert die gesamte Aufmerksamkeit und Arbeitskraft aller beteiligten Personen.

Der reguläre Einschlag von Fichte und Kiefer bleibt demzufolge zeitlich begrenzt eingestellt. 

Fichte in langer Form ist zur Zeit nicht vermarktbar!

 

Der Bucheneinschlag für die Saison 2018/ 2019 ist beendet!

 

Die Eiche bleibt weiterhin eine gefragte Baumart.

Nicht nur im freien Handel, sondern auch auf der letzten Wertholzsubmission hat sich gezeigt, dass der Markt  mehr Eiche verlangt als zur Zeit angeboten werden kann. Mit Freude stellen wir fest, dass dieses nahezu für alle Qualitäten gilt.

Deutliche Preisanhebungen sind im Bauholzsektor für das Jahr 2019 umgesetzt worden.

Hoffentlich wird die positive Stimmung am Eichenmarkt noch weiter anhalten!

 

Die Pappel

Leider substituiert die Fichte auch dieses Produkt.

Traditionelle Pappelsäger versuchen teilweise mit preiswerter Fichte ihren Einkauf zu bedienen.

Pappeleinschläge wollen im Vorfeld gut koordiniert sein.

Der Pappelexport ist zum Erliegen gekommen. Auch hier hat sich die Branche auf Fichte eingeschossen.

 

Industrieholz 

Die Konjunktur der Holzwerkstoffindustrie läuft  gut.

Leider wird auch dieser Markt mit erheblichen Schadholzmengen überfrachtet. Industrieholzmengen außerhalb bestehender Vorverträge nimmt der Markt zur Zeit nicht auf. Bei der Vermarktung muss auf Exportmöglichkeiten zurückgegriffen werden.

Der Exportmarkt ist nur begrenzt aufnahmefähig.

Auch die Selbstverwendung ist eine Möglichkeit.

Für 2019 konnten deutliche Kontingentsaufstockungen erreicht werden.

Im Industrieholzbereich haben sich  Alternativverwendungen entwickelt. Nur durch konsequentes Anwenden dieser Möglichkeiten ist es machbar, hier eine deutlich verbesserte Wertschöpfung und Sortimentsdifferenzierung zu erzielen.

Das OSB Sortiment (OSB = oriented strand boards, Verwendung als Deckschicht in der Plattenindustrie), bzw. das TS Sortiment ( Hobelspan zur Tiereinstreu ) können hier sicherlich dienlich sein.

 

Brennholz

Laubindustrieholz fließt fast ausschließlich in den Brennholzmarkt (Laubhartholz), bzw. wird zu Hackschnitzeln (Laubweichholz) verarbeitet.

Industrieholz- und Brennholzqualitäten unterscheiden sich zum Teil erheblich voneinander. Dieses gilt es bei der Aufarbeitung und den preislichen Vorstellungen zu bedenken.

Leider konnten auf Grund fehlender Aufarbeitungskapazitäten in 2019 nicht alle Brennholzwünsche erfüllt werden.

Schön wäre es, wenn es uns gelingen würde, den Markt für Fichtenbrennholz zu gewinnen.

 

 

 

 

 

 

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Grundsätzlich ist es ratsam,  jede forstliche Maßnahme im Vorfeld mit Ihrem Bezirksförster zu besprechen.

Die Beratung ist kostenlos.

Nutzen Sie diese Gelegenheit, um sich mit einem Fachmann auszutauschen.

Falls Sie Fragen zu aktuellen Preisen oder Preisentwicklungen haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an ihre Vermarktungsorganisation.

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Ihre Nord-West-Holz eG

 

29.05.2019